Montag, 2. April 2012

Empfohlene tägliche Trinkmenge – Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Senioren

Wie viel müssen ältere Menschen täglich trinken?

Erwachsenen über 65 Jahren wird eine tägliche Wasserzufuhr von 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Das entspricht z.B. bei einem 80 kg schweren Senioren 2,4 Liter.

Eine ältere Frau mit einem Körpergewicht von 70 kg benötigt demnach etwa 2,1 Liter Flüssigkeit pro Tag. Zu beachten ist dabei, dass etwa zwei Drittel (2/3) der Flüssigkeitszufuhr über Getränke erfolgen sollte. Bei der genannten Frau also etwa 1,4 Liter. Die restliche Wassermenge wird über feste Nahrung aufgenommen (z.B. Äpfel, Joghurt).

Sonntag, 1. April 2012

Wie viel Wasser trinkt ein Mensch im Laufe seines Lebens?

Höhe der Gesamt-Flüssigkeitsaufnahme eines Menschen bis zum Tod

Über die gesamte Lebenszeit nimmt ein durchschnittlich schwerer Mann insgesamt eine Flüssigkeitsmenge von 71.000 Litern auf. Das entspricht etwas der Wassermenge von 296 Badewannen. Zum Vergleich: ein olympisches Schwimmbecken (50x 25x 2 m) enthält eine Wassermenge, die 35 Menschen ein komplettes Leben mit der notwendigen Trinkwassermenge vorsorgen könnte.

Modellannahmen: Mann, Gewicht 84 kg, Lebensdauer: 78 Jahre, Richtwerte für die tägliche Wasserzufuhr der DGE 2000
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Freitag, 18. November 2011

Erhöhte Kochsalz-Zufuhr – Wie gefährlich ist langfristig eine hohe Kochsalzaufnahme?

In einer kürzlich veröffentlichten Metaanalyse von 13 Studien mit 177 025 Teilnehmern und einer Studiendauer zwischen 5 und 19 Jahren war eine Erhöhung der Kochsalzaufnahme um 5 g am Tag mit einer Zunahme der Häufigkeit von Schlaganfällen um 23 Prozent und von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 17 Prozent verbunden. Eine hohe Kochsalzaufnahme führt demanch auch unabhängig von einem Blutdruckanstieg zu einer Zunahme der Schlaganfall-Sterblichkeit. Dies weist daraufhin, dass eine hohe Kochsalzzufuhr einen Blutdruck-unabhängigen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt.

Die durchschnittliche tägliche Kochsalzaufnahme in der Gesamtbevölkerung liegt bei derzeit 8 bis 12 Gramm.

Quelle: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(26): 457-62

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Samstag, 12. November 2011

Männer essen schneller als Frauen

Eine aktuelle Untersuchung hat ergeben, dass Männer deutlich schneller essen als Frauen und weniger überraschend, dass übergewichtige Menschen schneller essen als schlankere Menschen. Zudem bestätigte diese Studie, dass Brote und Backwaren aus raffiniertem Mehl schneller gegessen werden als solche aus Vollkornmehl. Die Forscher konnten u.a. zeigen, dass Personen, die schnell essen, etwa 86 g Nahrungsmittel pro Minute verzehren, während der durchschnittliche Esser auf etwa 70 g pro Minute kommt. Der langsame Esser hingegen schafft es nur 56 g Lebensmittel pro Minute zu verspeisen.
Sehr starke Unterschiede fanden die Forscher bei der Essgeschwindigkeit zwischen den Geschlechtern. Beim Mittagessen beispielsweise aßen die Männer etwa 80 Kalorien pro Minute, während die Frauen nur 52 Kalorien pro Minute konsumierten.


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Mittwoch, 17. August 2011

Grillen – gesundheitliche Gefahren durch schwarze Bratwurst?


Worauf sollte man beim Grillen achten?

Wenn Fett aus dem Fleisch in die Glut oder beim Elektrogrill auf die Heizschlange tropft, dann können krebsauslösende, aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen. Daher wird die Verwendung von Alu-Grillschalen empfohlen. Sie fangen das abtropfende Öl aus dem Grillgut direkt auf.

Werden Fleisch und Wurstwaren so lange bei großer Hitze gegrillt bis sie dunkel bis schwarz werden, entstehen weitere gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie heterozyklische aromatische Amine.

Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren, die mit Hilfe von Nitritpökelsalz konserviert worden sind, gehören nicht auf den Grill! (Blick auf die Inhaltsstoffe: E 250 = Nitritpökelsalz) Hier besteht Gefahr durch krebserregende Nitrosamine.

Zur Entwarnung: Wird das Grillgut der Hitze nicht allzu intensiv ausgesetzt, können die gesundheitlich bedenklichen Stoffe erst gar nicht entstehen. Nach einer Untersuchung der Kansas State University kann die Zugabe von Rosmarin zum Grillgut den Anteil der heterozyklischen Amine im Fleisch um bis zu 40 Prozent senken. 


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Sonntag, 14. August 2011

Tägliche Trinkmenge – Wie viel Flüssigkeit benötigen ein Mensch täglich?

Pauschal empfohlene Trinkmenge von 1,5 Liter kritisch hinterfragt

Bei normaler Umgebungstemperatur und ohne Fieber oder Durchfall heißt die Faustformel für die notwendige Flüssigkeitsaufnahme pro Tag 30 ml/kg Körpergewicht. Davon sollten 20 ml mit Wasser, anderen Getränken, Suppen, Kaffee oder Tee aufgenommen werden. Die restlichen 10 ml werden in der Regel durch den Wassergehalt von Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salate, Fleisch, Fisch und Milchprodukte zugeführt.

Konkret heißt das für eine 60 kg schwere Person: Flüssigkeitsbedarf pro Tag: 1,8 l, wovon 1,2 l getrunken werden sollten. Für Personen mit einem Körpergewicht von 50 kg liegt der Flüssigkeitsbedarf bei 1,5 Liter pro Tag, von denen 1 Liter getrunken werden sollte. Bei einem Körpergewicht von 70 kg liegt der tägliche Flüssigkeitsbedarf bei 2,1 Litern. In Form von Getränken sollten dabei 1,4 Liter zugeführt werden.

Zum Hintergrund: Dass alte Menschen häufig zu wenig trinken, ist ein bekanntes Ernährungsproblem. Tatsächlich ist der Durst im Alter schneller gestillt. Oft vergessen oder vermeiden die Senioren das Trinken, weil sie den nächtlichen oder häufigeren Toilettengang scheuen. Allerdings reagiert der Körper auf Flüssigkeitsmangel schnell mit Funktionsstörungen. Kommen dann noch sommerliche Hitze, Durchfall, Fieber oder Erbrechen dazu, droht eine Dehydrierung, die schnell lebensbedrohlich werden kann.

Fazit: Die oft pauschal empfohlene Trinkmenge von 1,5 bis 2 l täglich ist insbesondere für alte Menschen mit geringem Gewicht und mangelndem Durst eher belastend als hilfreich.

Sonntag, 7. August 2011

Kann man Leitungswasser einfach trinken? Besteht ein gesundheitliches Risiko durch das Trinken von Leitungswasser?


Die Qualität des Leitungswassers in öffentlichen Gebäuden, etwa auf Bahnhofs- oder Krankenhaustoiletten, ist Untersuchungen zufolge teilweise mangelhaft: Bei einem bundesweiten Trinkwassertest in zehn deutschen Städten von TÜV Rheinland und der ARD-Sendung „Plusminus“ war die Hälfte der insgesamt 50 Leitungswasserproben stark verkeimt. Untersucht wurden öffentlich zugängliche Toiletten in Bahnhöfen, Rathäusern, Krankenhäusern, Seniorenheimen und Unis. Einige Proben wiesen Bakterien auf, die Durchfall und Erbrechen verursachen können. Gefährliche Bakterien, wie z.B. Legionellen wurden viermal gefunden. Sie können zu bedrohlichen Lungenerkrankungen führen, insbesondere bei abwehrgeschwächten Patienten. Zur Verbesserung der Hygiene raten Experten daher, das Wasser erst kurz laufen zu lassen, bevor man es entnimmt.

Fazit: Das Trinken von Leitungswasser in öffentlichen Gebäuden, wie z.B. auf dem Bahnhof oder im Krankenhaus, kann nicht empfohlen werden, negative gesundheitliche Folgen sind nicht auszuschließen. Zum Zähneputzen reicht es, getrunken werden sollte es jedoch nicht.

Quelle: Welt Kompakt 3. August 2011, S. 28, Wissenschaft



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